Gesunde Süßungsmittel im Vergleich – Honig, Dattel, Kokosblütenzucker & Co.
Süße gehört zum Leben. Sie erinnert uns an Kindheit, Geborgenheit und echten Genuss. Doch herkömmlicher Haushaltszucker steht längst in der Kritik wir wissen es alle: zu viel davon belastet unseren Stoffwechsel, sorgt für Heißhunger und lässt unsere Energie im Alltag Achterbahn fahren. Vielleicht kennst du das Gefühl: Nach einem süßen Teilchen am Nachmittag folgt erst das Hoch und kurz darauf das tiefe Loch. Was ist die Alternative? Wir haben Gesunde Süßungsmittel im Vergleich getestet.
Denn, die gute Nachricht ist: Du musst nicht auf Süße verzichten. Es gibt wunderbare natürliche Alternativen, die nicht nur süßen, sondern deinem Körper auch wertvolle Nährstoffe liefern. Ob Honig, Datteln oder Kokosblütenzucker, sie sind aromatisch, vielseitig und unterstützen deine Mitte, anstatt sie zu schwächen. In diesem Beitrag schauen wir uns an, wie du diese Schätze der Natur richtig einsetzt und was sie energetisch in deinem Körper bewirken.
Süß darf sein aber bitte mit Sinn und Verstand
In der Ernährung nach den 5 Elementen ist der süße Geschmack dem Erdelement zugeordnet. Seine Aufgabe ist es, uns zu nähren, zu entspannen und zu erden. Wenn wir aber zu isoliertem weißem Zucker greifen, bekommt unser Körper zwar den Geschmack, aber keine echte Substanz. Das Ergebnis: Wir wollen immer mehr, weil die Sättigung auf Zellebene fehlt.
Weißer Zucker ist ein Räuber. Er entzieht dem Körper zur Verstoffwechselung wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Natürliche Süßungsmittel hingegen bringen ihre eigene Verpackung mit in Form von Mineralstoffen, Enzymen oder Ballaststoffen. Das hilft deinem Körper, die Energie besser zu verarbeiten und schont deine Reserven.
Warum diese Verpackung so wichtig ist, damit du nicht unbewusst in die Zuckerfalle tappst, erkläre ich dir ausführlich in meinem Basisartikel über Zuckerfallen im Alltag.
Honig gilt als das flüssige Gold der Natur
Honig ist eines der ältesten Lebensmittel der Menschheit und weit mehr als nur ein Zuckerersatz. Er ist ein lebendiges Produkt, das von Bienen aus dem Nektar von Blüten oder aus Honigtau gewonnen wird. Energetisch gesehen wirkt Honig leicht wärmend und befeuchtend. In der Lehre der 5 Elemente nutzen wir ihn gerne, um die Lunge zu unterstützen und Trockenheit im Körper (wie trockenen Husten oder trockene Haut) zu lindern.
Was Honig so wertvoll macht:
Er enthält über 180 verschiedene Begleitstoffe, darunter Enzyme, organische Säuren, Aminosäuren und Antioxidantien. Diese Mischung wirkt leicht antibakteriell und entzündungshemmend. Da Honig jedoch zu etwa 80 Prozent aus Zucker besteht, sollte er dennoch bewusst dosiert werden.
- Der Coaching Tipp: Honig ist hitzeempfindlich. Ab 40 Grad werden die wertvollen Enzyme zerstört. Warte also kurz, bis dein Tee oder dein Porridge Trinktemperatur hat, bevor du den Honig einrührst.
- Einsatz in der Küche: Honig eignet sich hervorragend für kalte Speisen, Dressings, Marinaden oder als natürliches Finish über dein warmes Frühstück. Akazienhonig bleibt lange flüssig, während Waldhonig oft kräftiger und mineralstoffreicher ist.
Datteln sind die Pralinen der Natur
Datteln sind meine absolute Empfehlung, wenn du ganz von isoliertem Zucker wegkommen möchtest. Warum? Weil die Dattel eine ganze Frucht ist. Wenn du eine Dattel isst, konsumierst du nicht nur Zucker, sondern auch reichlich Ballaststoffe, Kalium, Magnesium und Eisen.
Die energetische Wirkung:
Datteln nähren das Blut und stärken das Milz Qi (deine Verdauungskraft). Sie geben dir langanhaltende Energie und sind ideal bei geistiger Erschöpfung oder nach dem Sport. Durch die Ballaststoffe steigt der Blutzuckerspiegel deutlich langsamer an als bei Haushaltszucker, was Heißhungerattacken effektiv vorbeugt.
- Praxis Hack: Dattelpaste als Vorrat: Nimm 200 Gramm entsteinte Datteln und weiche sie bei Bedarf kurz in warmem Wasser ein. Püriere sie dann mit 3 bis 5 Esslöffeln Wasser zu einer feinen Creme. Diese Paste hält sich zwei Wochen im Kühlschrank. Du kannst sie eins zu eins als Zuckerersatz beim Backen oder in Desserts verwenden.
- Einsatz: In Smoothies, im Gebäck oder einfach pur als kleiner Snack gegen das Nachmittagstief.
Kokosblütenzucker die karamellige Erdigkeit
Kokosblütenzucker wird mühsam aus dem Nektar der Kokospalme gewonnen und eingedickt. Sein Geschmack erinnert an Karamell, was ihn in der Küche besonders beliebt macht.
Warum er eine gute Alternative ist:
Er hat einen niedrigeren glykämischen Index im Vergleich zu weißem Zucker. Das bedeutet, dass er deine Bauchspeicheldrüse weniger stresst. Er enthält zudem Spuren von Zink, Eisen und Inulin, einem Ballaststoff, der gut für deine Darmflora ist.
- Energetische Sicht: Er wirkt stark erdend und ist wunderbar geeignet, um das Erdelement zu harmonisieren, ohne Hitze im Körper zu erzeugen.
- Einsatz: Er lässt sich fast wie brauner Zucker verwenden. Ideal für Kaffee, zum Backen von Keksen oder zum Karamellisieren von Nüssen.
Ahornsirup und Reissirup sind beide flüssige Kraftquellen
Wenn du eine flüssige Konsistenz bevorzugst, sind diese beiden Sirupe interessante Partner:
- Ahornsirup: Er wird aus dem Saft des Zuckerahorns gewonnen. Je dunkler der Sirup, desto kräftiger und mineralstoffreicher ist er. Er enthält Antioxidantien und Mangan. Energetisch wirkt er leicht kühlend, was ihn zu einem guten Begleiter für warme Sommertage macht.
- Reissirup: Das Besondere am Reissirup ist, dass er fast vollständig frei von Fructose ist. Er besteht hauptsächlich aus Glucose und Malzzucker. Wenn du eine Fructoseintoleranz hast oder eine sehr empfindliche Verdauung, ist Reissirup die ideale Wahl, da er sehr mild zu deiner Mitte ist.
Exkurs: Stevia und Erythrit – Die modernen Alternativen
Oft werde ich gefragt, was ich von kalorienfreien Ersatzstoffen halte.
- Stevia wird aus den Blättern der Steviapflanze gewonnen. Es ist extrem süß, hat aber oft einen metallischen Beigeschmack.
- Erythrit gehört zu den Zuckeralkoholen. Er wird im Dünndarm aufgenommen und fast unverändert ausgeschieden, was ihn kalorienfrei macht.
Beide Stoffe liefern keine energetische Nahrung für deine Zellen. Der Körper schmeckt süß, erwartet Energie, bekommt aber keine. Das kann bei manchen Menschen erst recht zu Hunger führen. Wenn du sie nutzen möchtest, kombiniere sie am besten mit einer kleinen Menge echter Fruchtsüße, um dein Gehirn und deinen Körper zufriedenzustellen.
Rezeptidee: Energy Balls „Natürliche Kraft“
Diese kleinen Snacks sind die perfekte Antwort auf das Nachmittagstief. Sie sind schnell gemacht und halten sich lange.
Zutaten:
- 150 Gramm entsteinte Datteln
- 50 Gramm Haferflocken (geben Struktur und stärken die Mitte)
- 2 Esslöffel ungesüßter Rohkakao (liefert Magnesium)
- 1 Esslöffel Kokosöl (für die Geschmeidigkeit)
- 1 Esslöffel Mandelmus (nährt die Substanz)
- Eine kräftige Prise Salz (hebt die natürliche Süße hervor)
- Optional: Kokosraspeln oder Sesam zum Wälzen
Zubereitung:
- Die Datteln im Mixer fein zerkleinern.
- Alle restlichen Zutaten hinzufügen und mixen, bis eine klebrige formbare Masse entsteht.
- Mit leicht angefeuchteten Händen kleine Kugeln formen.
- In Kokosraspeln oder Sesam wälzen.
- In einem Glas im Kühlschrank aufbewahren. Sie sind der ideale Begleiter für unterwegs oder die Arbeit.
Fazit: Dein Weg zu einer gesunden Süße
Gesunde Süßungsmittel sind keine Freifahrtskarte für grenzenlosen Konsum, aber sie sind ein riesiger Schritt weg von der Abhängigkeit von industriellem Zucker. Indem du Honig, Datteln oder Kokosblütenzucker bewusst in deine Küche integrierst, gibst du deinem Körper echte Nährstoffe und stabilisierst dein Energielevel.
Echte Süße kommt aus der Natur und darf genossen werden. Fang klein an, ersetze den Zucker im Kaffee oder beim Backen Schritt für Schritt durch diese Alternativen und beobachte, wie dein Verlangen nach künstlichem Süßkram mit der Zeit nachlässt. Deine Mitte wird es dir danken!
Vergleichstabelle: Natürliche Süße im Überblick
| Süßungsmittel | Energetik | Besonderheit | Bestes Einsatzgebiet |
| Honig | Wärmend | Enzyme und Heilwirkung | Kalte Speisen, Tee |
| Datteln | Nährend | Ballaststoffe und Sättigung | Backen, Snacks, Smoothies |
| Kokosblütenzucker | Erdend | Niedriger glykämischer Index | Backen, Kaffee, Desserts |
| Reissirup | Neutral | Fructosefrei | Empfindliche Verdauung |
| Ahornsirup | Kühlend | Viele Mineralstoffe | Pancakes, Dressings |
